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Verluste für die großen Radiosender

Medien Verluste für die großen Radiosender

Hessens führende Radiosender haben erneut viele Hörer verloren. Hit Radio FFH büßte seit vergangenem Juli abermals rund zehn Prozent ein. Dennoch bleibt der Privatsender weiterhin klarer Marktführer.

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Für die Umfrage wurden mehrere tausend Menschen befragt.

Quelle: Frank May/Archiv

Frankfurt/Main. Auch die öffentlich-rechtlichen Verfolger hr3 und hr4 erlitten hohe Verluste. Zu den Gewinnern gehören dagegen die Jugendsender planet radio und YOU FM. Dies geht aus einer am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Umfrage zur Hörfunknutzung hervor.

Nach der Media-Analyse wird Hit Radio FFH stündlich an Werktagen von 477 000 Menschen eingeschaltet - fast zehn Prozent weniger als bei der letzten Erhebung im Sommer 2014. Auch die Popwelle hr3 des Hessischen Rundfunks hat ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Sie erreicht nur noch 315 000 Hörer, knapp fünf Prozent weniger als bei der jüngsten Umfrage.

Der Sender hr4 verliert mit rund zehn Prozent ebenfalls deutlich. Das sich an Ältere richtende Programm wird von 223 000 Hörer eingeschaltet. hr-info (49 000) büßte gut zehn Prozent seiner Hörer ein. Dagegen legte hr1 um rund acht Prozent auf 174 000 Hörer in der Stunde zu. Einbußen von fast 20 Prozent erlitt der Kultursender hr2. Dieser wird - während eines gesamten Werktags - nur noch von 122 000 Menschen eingeschaltet.

Leichtere Verluste gab es dagegen für Radio BOB (70 000 Hörer). Deutlich zulegen konnte der private Oldie-Sender harmony.fm mit einem Plus von 20 Prozent auf 48 000 Hörer. Ähnlich hohe Zugewinne melden die Jugendwellen: Das private planet radio kommt auf 117 000 Hörer (Juli 2014: 101 000). Die öffentlich-rechtliche Welle YOU FM steigerte sich sogar auf 124 000 Hörer, ein Plus von 19 Prozent.

Der Erfolg von YOU FM zeige, dass ein anspruchsvolles Programm auch in der jungen Zielgruppe punkten könne, erklärte hr-Hörfunkdirektor Heinz Sommer. FFH-Chef Hans-Dieter Hillmoth versprach, dass Radio FFH bei der nächsten Umfrage wieder zulegen werde.

Für die Umfrage hat die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse im mehrere tausend Menschen in Hessen befragt. Dazu gehören auch Kinder und Jugendliche von 10 bis 13 Jahren sowie alle deutschsprachigen Ausländer. Die Zahlen werden zweimal im Jahr vorgelegt.

dpa

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