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Verfahren rund um Mord und Totschlag dauern immer länger

Prozesse Verfahren rund um Mord und Totschlag dauern immer länger

Die Verfahren um Kapitalverbrechen wie Mord oder Totschlag dauern bei den Schwurgerichtskammern des Landgerichts Frankfurt immer länger. Die durchschnittliche Verfahrensdauer zwischen Anklageerhebung und einem Urteilsspruch habe sich im vergangenen Jahr von 9,5 auf 13,3 Monate erhöht, sagte Gerichtssprecher Werner Gröschel.

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Bis zu einem Urteilsspruch vergehen im Durchschnitt 13,3 Monate.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Ursache ist nach seinen Angaben unter anderem die hohe Zahl von Angeklagten oder Zeugen, die nicht oder kaum Deutsch sprechen. "Der Einsatz eines Dolmetschers bringt zwangsläufig Verzögerungen mit sich", sagte Gröschel.

Darüber hinaus ließen sich immer mehr Angehörige von Opfern als Nebenkläger von einem Anwalt vertreten, was ebenfalls Verzögerungen mit sich bringe. Die Tatsache, dass bei Mord- und Totschlagsdelikten in vielen Fällen eine Suchtproblematik oder andere psychische Hintergründe eine Rolle spielten, mache auch den zeitaufwendigen Einsatz eines psychiatrischen Gutachters notwendig, sagte Gröschel.

dpa

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