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Verfahren gegen geständigen Schwimmbad-Spanner eingestellt

Prozesse Verfahren gegen geständigen Schwimmbad-Spanner eingestellt

Fulda (dpa/lhe) – Wegen einer Gesetzeslücke hat das Amtsgericht Fulda das Verfahren gegen einen geständigen Spanner eingestellt. Der 36 Jahre alte Mann hatte am Dienstag eingeräumt, ein höchstens zehnjähriges Mädchen und einen kleinen Jungen am 27. Februar 2014 heimlich in der Umkleide eines Fuldaer Hallenbades gefilmt zu haben.

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Der Mann filmte in der Umkleide eines Schwimmbades.

Quelle: Hauke-Christian Dittrich/Archiv

Nach der damaligen Gesetzeslage wäre für eine Verurteilung aber zwingend ein Strafantrag erforderlich gewesen. Da die Kinder auf den Bildern aber unbekannt sind, waren die Eltern als mögliche Kläger nicht zu ermitteln.

Andere Mädchen hatten Alarm geschlagen, als sie den Mann in der Sammelumkleide-Kabine für Damen entdeckten. Sie aber waren keine Opfer und konnten deshalb keine Anzeige erstatten. Folglich blieb der Angeklagte in dieser Sache straffrei, obwohl er einschlägig vorbestraft ist und ein Gutachter ihm bereits vor Jahren pädophile Neigungen bescheinigt hat. Das Gericht verurteilte ihn allerdings wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis unter Drogeneinfluss zu 1100 Euro Geldstrafe.

Erst der eingestellte Kinderporno-Prozess gegen den Ex-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy löste eine Verschärfung des Gesetzes aus. Seit dem 24. Oktober 2015 reicht das öffentliche Interesse aus, um solche Taten zu ahnden. Der Strafrahmen reicht von einer Geldstrafe bis zu zwei Jahren Gefängnis.

dpa

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