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Verfahren gegen Oberarzt wegen Übergriff auf MS-Patientin eingestellt

Kriminalität Verfahren gegen Oberarzt wegen Übergriff auf MS-Patientin eingestellt

Ein Oberarzt aus Nordhessen muss zunächst kein Gerichtsverfahren fürchten, weil er eine Patientin mit Multipler Sklerose (MS) geküsst haben soll. Das Verfahren will die Staatsanwaltschaft Kassel gegen Zahlung von 1000 Euro vorläufig einstellen, wie ein Sprecher der Behörde am Mittwoch sagte.

Bad Wildungen/Kassel. "Die Zahlungsfrist läuft. Wenn gezahlt ist, kann das Verfahren nicht weiter verfolgt werden", betonte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Rollstuhlfahrerin hatte den Mediziner aus Bad Wildungen angezeigt, weil er sie Ende Oktober 2013 zudem an Arm und Bein gestreichelt haben soll. Die Klinik hatte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe von dem Arzt getrennt.

Maike Koch, die Rechtsanwältin der Frau, hat nach eigenen Angaben Beschwerde gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft eingelegt. Ihr sei keine Möglichkeit gegeben worden, zu dem Fall Stellung zu nehmen. Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft sei "abenteuerlich". Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst über den Fall berichtet.

dpa

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