Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Verein fordert Opferschutz beim Archiv der Odenwaldschule

Schulen Verein fordert Opferschutz beim Archiv der Odenwaldschule

Im Umgang mit dem Archiv der Odenwaldschule fordert der Opfer-Verein Glasbrechen höchste Sensibilität. "Der Opferschutz muss wirklich sorgfältig geprüft und eingehalten werden", sagte Vorstand Johannes von Dohnanyi.

Voriger Artikel
Fahranfängerin missachtet Stoppschild: zwei Verletzte
Nächster Artikel
Eine Stunde Dunkelheit: "Earth Hour" für den Klimaschutz

Der Opfer-Verein Glasbrechen fordert höchste Sensibilität.

Quelle: R. Holschneider/Archiv

Darmstadt/Heppenheim. Die inzwischen insolvente und geschlossene Schule war von einem Missbrauchsskandal erschüttert worden. "Hier müssen andere Maßstäbe gelten als in normalen Fällen", sagte von Dohnanyi.

Das Archiv der einstigen Privatschule mit allein rund 4000 Schülerakten befindet sich im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt. Es soll bis Ende 2016 erschlossen sein.

Auch Wissenschaftler sollten bezüglich der Schüler "nur anonymisiert forschen können", meinte von Dohnanyi. In einer wissenschaftlichen Arbeit dürften Missbrauchte "nicht identifizierbar sein". Ansonsten könnte die Gefahr bestehen, dass sie "noch einmal nachträglich zum Opfer werden". Bei Tätern sei das anders. "Da ist jedes Mosaiksteinchen willkommen", meinte der 64-Jährige.

Gerade für Personalakten gibt es nach Angaben des Staatsarchivs datenschutzrechtliche Fristen, beispielsweise bis zehn Jahre nach dem Tod einer Person.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr