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Vater soll Tochter mit 41 Messerstichen getötet haben

Prozesse Vater soll Tochter mit 41 Messerstichen getötet haben

Das Motiv für die Bluttat liegt völlig im Dunkeln. Weil er seine 16 Jahre alte Tochter mit 41 Messerstichen getötet haben soll, muss sich von Dienstag an ein 41 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Frankfurt/Main. Die Tat ereignete sich im November vergangenen Jahres im Keller des Bad Homburger Mietshauses, in dem die Familie wohnte. Die Leiche des Mädchens wurde einige Tage später entdeckt, der Vater kam in Haft.

Über die rechtliche Einordnung des Falles kam es vor dem Prozess bei der Frankfurter Justiz zu unterschiedlichen Auffassungen. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst Anklage wegen Totschlags vor der Schwurgerichtskammer erhoben. In dem Eröffnungsbeschluss der Richter hieß es dann, dass auch eine Verurteilung wegen Mordes infrage kommen könnte.

So sei bislang nicht geklärt worden, ob das Opfer arg- und wehrlos gewesen oder aus niedrigen Beweggründen von dem Vater getötet worden sei. Ein Gutachter hatte offenbar festgestellt, dass der erste Stich das Opfer in den Rücken traf. Darüber hinaus könnte die Unzufriedenheit des Vaters mit dem Lebenswandel der jungen Frau ein Tatmotiv gewesen sein. Die 16-Jährige nahm den Ermittlungen zufolge Rauschgift. Die Strafkammer hat vorerst fünf Verhandlungstage vorgesehen.

dpa

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