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Urteil im Prozess um "Mord ohne Leiche" erwartet

Prozesse Urteil im Prozess um "Mord ohne Leiche" erwartet

Nach zehn Monaten mit zahlreichen zähen Verhandlungen steht im Wiesbadener Prozess um den "Mord ohne Leiche" eine Entscheidung an. Bis zum letzten Verfahrenstag vor dem Landgericht hat sich der 40 Jahre alte Angeklagte aus Schlangenbad (Rheingau-Taunus-Kreis) nicht zu den Vorwürfen geäußert, seine Ehefrau umgebracht zu haben.

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Eine Hinweistafel an einem Sitzungssaal im Landgericht Wiesbaden.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Wiesbaden. Die Leiche der 37-Jährigen wurde nie gefunden. Das Landgericht muss sich bei seinem für den kommenden Dienstag (12. April) geplanten Urteilsspruch deshalb auf Indizien, Gutachten und Aussagen aus dem Umfeld des Paares beziehen.

Die Frau war im Februar 2014 das letzte Mal gesehen worden. Nach ihrem Verschwinden hatte sich der Angeklagte in den Vernehmungen bei der Polizei in viele Widersprüche verwickelt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 40-Jährige sein Opfer nach einem Streit getötet und danach zerstückelt und die Teile entsorgt hat. Die Anklagevertretung plädiert auf eine lebenslange Haftstrafe wegen eines besonders schweren Falls des Totschlags.

Die Verteidigung des Ehemanns plädierte dagegen in ihrem Schlussvortrag auf Freispruch. Es gebe keine Hinweise und auch kein Motiv dafür, dass der 40-Jährige seine Ehefrau vorsätzlich getötet habe. Das Gericht müsse deshalb im Zweifel für den Angeklagten entscheiden.

dpa

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