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Ungeklärte Mordfälle: Polizei prüft 300 neue Hinweise

Kriminalität Ungeklärte Mordfälle: Polizei prüft 300 neue Hinweise

Zwei ungeklärte Morde an jungen Frauen in Kufstein und Endingen beschäftigen die Polizei. Unterstützung kommt von der Bevölkerung.

Endingen. Auf der Suche nach dem Mörder von Endingen und Kufstein hat die deutsche Polizei in fünf Tagen rund 300 neue Hinweise erhalten. Seit dem Bekanntwerden des Tatzusammenhangs am vergangenen Donnerstag haben sich zahlreiche neue Zeugen gemeldet, sagte ein Sprecher der Polizei Freiburg am Dienstag. Deren Angaben würden nun überprüft. Eine konkrete Spur sei bislang nicht darunter. Die Polizei sucht einen unbekannten Mann. Er hat den Angaben zufolge im Januar 2014 in Kufstein in Österreich eine 20 Jahre alte Studentin sowie im November vergangenen Jahres im rund 400 Kilometer entfernten Endingen bei Freiburg eine 27 Jahre alte Joggerin getötet.

Schwerpunkt der Hinweise ist die Lkw-, Fernfahrer- und Speditionsbranche, sagte Polizeisprecher Dietmar Ernst. Darauf konzentrierten sich die Ermittlungen. Hintergrund: Am Tatort in Österreich war die Tatwaffe eine Eisenstange, die in der Lkw-Branche verwendet wird. In Endingen wurde die Tatwaffe nicht gefunden. Auch hier gehen die Ermittler davon aus, dass mit einer Eisenstange zugeschlagen wurde. In beiden Fällen wurden die Opfer sexuell missbraucht, an beiden Orten fand sich DNA des Täters.

Für ihre Ermittlungen bitte die Polizei weiter um Hinweise, sagte der Sprecher. Im Endinger Fall ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Belohnung von insgesamt 28 500 Euro ausgesetzt. Die nach der Tat gebildete Sonderkommission "Erle" bleibe mit 40 Beamten bestehen.

Die zentrale Frage sei, welchen Bezug der Unbekannte zu den beiden Orten Kufstein und Endingen habe, sagte Ernst. Die Routen zwischen den zwei Orten seien im Visier der Ermittler. Weiter untersucht werden zudem mögliche Parallelen zu anderen Fällen, sagte Ernst. Konkrete Hinweise darauf gebe es aber nicht.

Einen Zusammenhang zu einem Sexualmord an einer 19 Jahre alten Studentin Mitte Oktober in Freiburg sehen die Ermittler nicht. Verdächtig in diesem Fall ist ein junger Flüchtling aus Afghanistan. Er sitzt seit seiner Festnahme Anfang Dezember in Untersuchungshaft.

dpa

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