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Trendforscher Horx sieht "Postfaktisches Zeitalter"

Gesellschaft Trendforscher Horx sieht "Postfaktisches Zeitalter"

Der Zukunftsforscher und Soziologe Matthias Horx erwartet, dass "Hass-Populismus" die Menschen in Deutschland noch Jahre beschäftigen wird. "Gefühle überschwemmen die Gesellschaft und die Politik.

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Der Zukunftsforscher und Soziologe Matthias Horx.

Quelle: Gregor Fischer/Archiv

Frankfurt/Main. Eine Art Angst-Hysterie bricht aus. Dabei spielen negative und übertriebene Angst-Bilder eine Rolle, die sich durch Sensations-Medien ausgebreitet haben", erklärte der 61 Jahre alte Publizist und Leiter des Zukunftsinstituts in Frankfurt im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Das "Postfaktische Zeitalter", wie es Horx nennt, werde erst einmal anhalten. "Alte Paradigmen und Denkweisen werden infrage gestellt. Plötzlich wirkt die Welt chaotisch unsicher, unberechenbar, nichts scheint mehr voraussagbar - auch keine Wahlergebnisse", sagte Horx.

Der Begriff "postfaktisch" war im Dezember zum Wort des Jahres gewählt worden. Er beschreibt das Phänomen, wenn die öffentliche Meinung weniger von Tatsachen als von Gefühlen und Ressentiments beeinflusst wird.

Horx warnte: "Gleichzeitig entwickeln sich im Internet die Filterblasen, in denen Menschen alles Mögliche glauben, aber nichts mehr verifizierbar ist. Immer mehr Menschen sind überfordert mit komplexen Themen und glauben dann eben, was im Netz verbreitet wird. Eine Art mentales Rudelverhalten."

dpa

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