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Tod nach Bandscheiben-Operation: Arzt freigesprochen

Prozesse Tod nach Bandscheiben-Operation: Arzt freigesprochen

Nach dem Tod einer Patientin nach einer Operation in einem Frankfurter Krankenhaus ist ein Facharzt vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Dem 45-jährigen könne die Schuld am überraschenden Tod der Patientin nicht nachgewiesen werden, urteilten die Richter am Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt.

Frankfurt/Main. Ursächlich für den Tod sei vielmehr die Tatsache gewesen, dass der Mediziner nach Komplikationen im Anschluss an eine Bandscheiben-Operation der 34-jährigen nicht rechtzeitig von der Krankenschwester in das Zimmer der Patientin gerufen worden sei.

Der Verlauf der Operation sowie das Operationswerkzeug seien dem Gutachten eines Sachverständigen zufolge nicht zu beanstanden gewesen. Dass es während des Eingriffs zu einer Verletzung der Schlagader gekommen sei, habe von dem operierenden Arzt nicht bemerkt werden müssen. Die Frau war einige Stunden nach der Operation an inneren Blutungen gestorben. Bereits die Staatsanwaltschaft hatte den Tötungsvorwurf in ihrem Schlussvortrag fallengelassen und auf Freispruch plädiert. Lediglich der Rechtsanwalt der Familie der Toten hatte als Nebenklagevertreter eine Verurteilung gefordert.

dpa

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