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Tochter und ihren Partner umgebracht: Lebenslang für 81-Jährigen

Prozesse Tochter und ihren Partner umgebracht: Lebenslang für 81-Jährigen

Eine Familie streitet um die Pflege der kranken Mutter, der Vater bringt daraufhin seine Tochter und deren Lebensgefährten um. Das Landgericht Hanau hat den 81-Jährigen aus Langenselbold (Main-Kinzig-Kreis) am Dienstag zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Totschlags und wegen Mordes verurteilt.

Hanau. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Rentner seine Tochter im November 2013 in dem gemeinsamen Haus mit einem Messer erstach. Anschließend erschoss er ihren Lebensgefährten mit einem Gewehr und stach mehrmals mit einer Mistgabel auf den Toten ein.

Die Ermittler fanden die 53 Jahre alte Tochter tot in der Küche, ihr Partner lag im Eingangsbereich des Hauses. "Die objektive Spurenlage ist eindeutig", sagte der Vorsitzende Richter, Peter Graßmück, in seiner Urteilsbegründung. Dem 51-Jährigen sei es nicht möglich gewesen, vor dem Mann zu fliehen. Das Gericht sah deshalb Heimtücke als Mordmerkmal gegeben.

Der Gewaltorgie war ein Streit in der Familie um die pflegebedürftige Frau (78) des Rentners vorausgegangen. Die Tochter soll demnach nicht bereit gewesen sein, ihren Vater bei der Pflege zu unterstützen. Sie wollte zu ihrem Lebensgefährten ziehen. Bereits in den Wochen zuvor soll der 81-Jährige seiner Tochter und deren Partner gedroht haben, sie umzubringen.

Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert. Sein Verteidiger hatte aufgrund eines vollkommen anderen Tatablaufs auf Notwehr und Freispruch plädiert.

dpa

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