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Tochter erstochen - Verteidigung will Verurteilung wegen Totschlags

Prozesse Tochter erstochen - Verteidigung will Verurteilung wegen Totschlags

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 16-Jährigen hat die Verteidigung sieben Jahre Haft für den angeklagten Vater beantragt. Vor dem Landgericht Frankfurt plädierte Rechtsanwalt Robert Schmelzer am Montag auf Totschlag.

Frankfurt/Main. Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche wegen Mordes eines lebenslange Haftstrafe für den 41-jährigen gefordert. Das Gericht will das Urteil am Dienstag (18.11/12.00 Uhr) verkünden.

Nach Ansicht des Verteidigers konnte der genaue Tatablauf in dem Prozess nicht geklärt werden. Die Leiche des Mädchens war Anfang Dezember vergangenen Jahres mit 41 Stichverletzungen im Keller des Mietshauses in Bad Homburg gefunden worden, in dem die Familie wohnte. Der Verteidiger sagte, es stehe nicht fest, dass der erste Stich in den Rücken des Opfers gesetzt wurde. Deshalb könne nicht automatisch von einer Arglosigkeit des Mädchens und damit von einem heimtückischen Mord ausgegangen werden.

Strafmildernd müsse auch das bisherige Leben des aus Afghanistan stammenden Angeklagten als "eine fortschreitende Anhäufung von Traumata" berücksichtigt werden. Weil sein Mandant zur Tatzeit einen Alkoholwert von mehr als 2,5 Promille hatte, beantragte der Anwalt darüber hinaus die Unterbringung in einer Therapieeinrichtung.

dpa

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