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Theologe Schneider nennt Sterbehilfe Verpflichtung für alle

Wissenschaft Theologe Schneider nennt Sterbehilfe Verpflichtung für alle

Sterbehilfe als Begleitung für Menschen am Ende ihres Lebens ist nach Darstellung des früheren EKD-Vorsitzenden Nikolaus Schneider eine Verpflichtung für alle.

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Der frühere EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider.

Quelle: M. Gambarini/Archiv

Frankfurt/Main. Ziel dürfe nicht eine radikale Verkürzung von Sterbeprozessen sein, sondern ein liebevoller, sensibler Umgang mit Sterbenden, sagte Schneider am Freitag in Frankfurt beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag. Tötung auf Verlangen komme aus seiner Sicht nicht infrage.

"Wir sollten beim Sterben nicht nachhelfen", sagte auch Thomas Sitte, Vorstandsvorsitzender der Palliativstiftung. Gewerbsmäßige Suizidhilfe müsse verboten werden. Wie Sitte forderte Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, eine bessere Ausstattung von Hospizen, damit Menschen in der Endphase ihres Lebens besser versorgt werden können.

Schneider stellt ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung der Sterbebegleitung fest. Wegen veränderter Familienstrukturen seien nun auch beispielsweise Nachbarn oder andere aufgefordert, sterbende Menschen zu betreuen. Nötig sei ein gutes Netz an Hilfen, Unterstützung der Angehörigen und bessere Ausbildung von Ärzten und Pflegern.

dpa

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