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"Tag des offenen Denkmals" widmet sich dem Thema Farbe

Denkmäler "Tag des offenen Denkmals" widmet sich dem Thema Farbe

Eindrucksvolle Fresken und Glasmalereien in Kirchen, bemalte chinesische Tapeten in Schlössern oder bunte Fachwerkhäuser und Jugendstilfassaden: Die Farbe in der Architektur ist das übergreifende Thema beim "Tag des offenen Denkmals" am kommenden Sonntag in Hessen.

Wiesbaden. Mehr als 500 historische Bauten und Denkmäler werden der Öffentlichkeit zugänglich sein, wie der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege, Gerd Weiß, am Montag in Wiesbaden berichtete.

Auch die Bedeutung der Naturfarben spielt am Sonntag eine Rolle: Im "Roten Haus" im südhessischen Rimbach-Zotzenbach wird die Technik des Lehm- und Kalkputzes erläutert. In Selters-Münster (Kreis Limburg-Weilburg) wird an die alten Handwerke der Färber und Weißbinder erinnert.

Erstmals sind auch verstärkt Privatleute in die Veranstaltungen eingebunden. Sie sollen einen Einblick in die Sanierung denkmalgeschützter Häuser geben. Immobilien, die bisher keinen Käufer gefunden haben, können ebenfalls besichtigt werden.

Eröffnet wird der Tag des offenen Denkmals bereits am Samstag von Kunstminister Boris Rhein (CDU) in Frankfurt im Verwaltungsgebäude der Farbwerke Höchst. Der farbenfrohe expressionistische Bau von 1924, von Peter Behrens als eine Art Festung entworfen, ist als "Kathedrale des Lichts" berühmt geworden.

Im vergangenen Jahr interessierten sich in Hessen rund 130 000 Menschen für die mehreren hundert Führungen und Vorträge, bundesweit wurden mehr als vier Millionen Besucher gezählt. Der Tag des offenen Denkmals wurde vor 30 Jahren erstmals in Frankreich ins Leben gerufen. Hessen war das erste Bundesland, das bei der Initiative mitmachte. Seit 1993 wird der Tag bundesweit organisiert.

dpa

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