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Studie: Stadtkaninchen grenzen sich von Nachbarn ab

Forschung Studie: Stadtkaninchen grenzen sich von Nachbarn ab

Stadtkaninchen leben auf engem Raum in kleineren Gruppen und grenzen sich stärker von ihren Nachbarn ab als Artgenossen auf dem Land. Das schließen Forscher aus der Lage ihrer "Toiletten" und der Häufigkeit der Benutzung.

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Kaninchen.

Quelle: Alexander Heinl/Archiv

Frankfurt/Main. Dazu haben Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Ökologie und Evolution der Frankfurter Goethe-Universität die Bauten des Europäischen Wildkaninchens (Oryctolagus cuniculus) in der Frankfurter Innenstadt mit anderen Behausungen vergleichen: Bauten vor der Stadt, in der Wetterau, bei Maintal oder in der Region Darmstadt.

Kaninchen kommunizieren über Duftstoffe in Urin und Kot, wie die Wissenschaftler am Montag berichteten: "Beim Schnuppern an der Latrine erfahren sie alles über das Alter, Geschlecht oder den sozialen Status der anderen Benutzer." Latrinen legen sie in der Nähe ihres Baus und auch an der Grenze ihres Territoriums an - so erfahren ihre "Nachbarn", wo sie fremdes Terrain betreten. Stadtkaninchen, so fanden die Forscher heraus, benutzten die Grenz-Latrinen häufiger als die Landbewohner.

In der Stadt leben nach dem Ergebnis der Untersuchung die Wildkaninchen als Single oder Paare in kleinen Behausungen, auf dem Land gibt es mehr Großfamilien mit bis zu 30 Tieren in ausgedehnten Bauten. In Frankfurt gibt es nach Schätzungen mehrere tausend Kaninchen in Grünanlagen und Parks.

dpa

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