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Studie: Kinder mögen Umwelt- und Tierschutzthemen

Gesellschaft Studie: Kinder mögen Umwelt- und Tierschutzthemen

Müll vermeiden, Wasser sparen, Tiere respektieren - während Kinder in Hessen bislang vor allem Angst hatten, irgendwann arm, arbeitslos oder gar obdachlos zu sein, stehen bei den 9- bis 14-Jährigen inzwischen vor allem Themen des Umwelt- und Tierschutzes hoch im Kurs.

Frankfurt/Main. Wie aus dem am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten LBS-Kinderbarometer hervorgeht, trennen zum Beispiel rund 40 Prozent der repräsentativ befragten Jugendlichen ihren Müll. Genauso viele ziehen nach eigenen Angaben das Ladegerät aus der Steckdose, wenn ihre Handys aufgeladen sind. Und fast 80 Prozent drehen beim Zähneputzen das Wasser ab, um die Umwelt zu schonen.

"Auffällig ist, dass die Antworten auf diese Fragen anders ausfallen als noch 2009", sagte die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Hessen, Verone Schöninger. Vor fünf Jahren waren es noch existenzielle Themen, die Kindern wichtig waren: der Erhalt des Friedens oder die Bekämpfung von Armut und Obdachlosigkeit.

Warum sich ein solcher Wandel vollzogen hat, darüber gibt die unter anderem von der Landesbausparkasse (LBS) Hessen-Thüringen in Auftrag gegebene Studie indes keine Auskunft. Eine LBS-Sprecherin hält aber die verstärkte Präsenz von Umweltthemen in Medien als Mitursache für möglich.

Die seit 1997 erhobene Querschnittsstudie zeigt aber auch, dass Jugendliche insgesamt inzwischen mit ihrer Lebenssituation zufrieden sind: Denn auf die gestellte Frage, was ihnen im Leben fehle, antworteten 48 Prozent mit der eindeutigen Aussage "nichts".

dpa

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