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Streit über giftige Dämpfe in Lufthansa-Flügen

Luftverkehr Streit über giftige Dämpfe in Lufthansa-Flügen

Giftige Öldämpfe oder nur der Nagellack der Sitznachbarin? Das TV-Magazin "Monitor" wirft der Lufthansa vor, nicht alle relevanten Vorfälle an Bord ihrer Maschinen an die Sicherheitsbehörden weiterzuleiten.

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Eine Fahne mit dem Logo der Deutschen Lufthansa AG.

Quelle: Daniel Reinhardt/Archiv

Köln/Frankfurt. Nach internen Unterlagen der Airline habe es in den Jahren 2012 und 2013 allein an Bord der Airbus-Jets vom Typ A 380 mindestens 125 Vorfälle mit möglicherweise giftigen Dämpfen gegeben, berichtet das ARD-Magazin. Davon seien nur 29 an das Luftfahrtbundesamt und die Bundesstelle für Flugsicherheit weitergegeben worden.

Man habe sich bei der Weitergabe streng an die Vorgaben der Kontrollbehörden gehalten, erklärte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag in Frankfurt. Die übrigen Fälle hätten nicht den gesetzlich festgelegten Meldekriterien entsprochen. Die Vielzahl der von den Besatzungen gemeldeten Vorfälle sei auch darauf zurückzuführen, dass Lufthansa die Mitarbeiter zu Hinweisen ermutigt habe, um die Ursache zu finden. Das Phänomen werde auch wissenschaftlich untersucht. In der von Monitor genannten Zahl seien zudem Mehrfachnennungen einzelner Flüge enthalten.

Die Kabinengewerkschaft Ufo kritisierte die Lufthansa-Praxis. Nach seiner Einschätzung hätten weit mehr Vorfälle gemeldet werden müssen, sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies. Allein in 65 Fällen hätten Kollegen gesundheitliche Symptome gezeigt. Diese Zahl nannte der Lufthansa-Sprecher nicht nachvollziehbar. Selbst in den Meldefällen sei meistens vermerkt, dass weder Crew-Mitglieder noch Passagiere in Mitleidenschaft gezogen worden seien.

dpa

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