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Störe sollen in den Rhein zurückkehren

Tiere Störe sollen in den Rhein zurückkehren

Naturschützer hoffen bei Stören als einzige noch nicht in den Rhein zurückgekehrte Fischart langfristig auch hier auf Erfolge. Der "Nationale Störaktionsplan für Deutschland" nimmt zwar wegen günstigerer Voraussetzungen dafür erst die Elbe in den Blick, wie die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) mitteilte.

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Ein Mann setzt einen Stör in ein Gewässer.

Quelle: Patrick Pleul/Archiv

Koblenz. Bei einem dortigen Erfolg solle aber in fernerer Zukunft auch im Rhein flussabwärts von Koblenz eine Wiederansiedlung dieser Fische versucht werden. In den Niederlanden gibt es bereits Versuche.

"Der Europäische Stör (Acipenser sturio) ist im Rheineinzugsgebiet in den 1940er/1950er Jahren ausgestorben und gehört zu den am meisten bedrohten Arten weltweit", hieß es weiter. Nach dem massiven Ausbau der Kläranlagen an der einstigen Industriekloake Rhein sind inzwischen alle traditionellen Fischarten in den Fluss zurückgekehrt - nur nicht die sensiblen urtümlichen Störe.

Das einzige Flusssystem in Europa, in dem sich diese noch natürlich vermehren, ist laut der IKSR das Gironde-Garonne-Dordogne-Gebiet in Frankreich. Vor allem im polnischen Odergebiet sind in den vergangenen zehn Jahren bereits rund eine Million junger Störe ausgesetzt worden. Als voller Erfolg gilt dieses Projekt aber erst, wenn die ins Meer geschwommenen Wanderfische wieder zum Laichen in die Oder zurückkehren. Das kann noch dauern: Störe werden erst mit 15 Jahren geschlechtsreif.

dpa

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