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Staatsanwaltschaft fordert lange Haftstrafen im Messerstecherprozess

Prozesse Staatsanwaltschaft fordert lange Haftstrafen im Messerstecherprozess

Eine Haftstrafe von jeweils vier Jahren wegen gemeinschaftlichen versuchten Totschlags hat die Staatsanwaltschaft für die beiden Angeklagten im Prozess um die blutige Messerattacke in den Weinbergen bei Eltville im Rheingau gefordert.

Wiesbaden. Die beiden Männer seien bei ihrer Tat kaltblütig vorgangen, sagte der Staatsanwalt am Donnerstag vor dem Wiesbadener Landgericht in seinem Plädoyer. Die vier tiefen, zielgerichteten Stiche wären für das 28 Jahre alte Opfer lebensgefährlich geworden, wenn nicht Knochen lebenswichtige Organe geschützt hätten.

Der Rechtsanwalt eines Angeklagten plädierte auf Freispruch. Der zweite Verteidiger wird seinen Schlussvortrag bei der Fortsetzung des Verfahrens am 10. April halten. Hintergrund der Messerstecherei im Sommer vergangenen Jahres war ein Streit zwischen dem Opfer und einem der Männer. Einer der Angeklagten trug zur Tatzeit zur Überwachung wegen einer anderen Straftat eine elektronische Fußfessel. Das Verfahren gegen einen dritten Mann wegen unterlassener Hilfeleistung war abgetrennt worden.

Ein Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter wurde zu Beginn des Verfahrens am Donnerstag abgelehnt. Die Verteidigung hatte erklärt, das Gericht habe sich bereits vor den Plädoyers darauf festgelegt, dass die Messerstiche nicht aus Notwehr ausgeübt wurden. Das wies das Gericht in der Verhandlung am Donnerstag zurück. Es gebe keinen Zweifel an der Unbefangenheit des Gerichts.

dpa

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