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Staatsanwalt zu zehn Monaten Bewährungsstrafe verurteilt

Prozesse Staatsanwalt zu zehn Monaten Bewährungsstrafe verurteilt

Ein Staatsanwalt ist wegen einer Reihe von Straftaten vom Amtsgericht Frankfurt zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss der 38-Jährige 8000 Euro an eine Polizeistiftung zahlen.

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Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz.

Quelle: Uli Deck/Archiv

Frankfurt/Main. Er hatte unter anderem einen Polizisten geschlagen. Das Gericht ging in seinem Urteil vom Montag unter anderem von Amtsmissbrauch, Beleidigung, Körperverletzung und einem Missbrauch des Notrufs aus.

Der seit knapp einem Jahr vom Dienst bei der Staatsanwaltschaft in Gießen suspendierte Jurist hatte an die Ehefrau eines Bekannten ein Schreiben mit dem Briefkopf seiner Behörde geschickt und ohne dienstliche Veranlassung die Herausgabe diverser Gegenstände verlangt. Die Frau lebte seinerzeit getrennt von ihrem Mann. Es ging unter anderem um eine Skiausrüstung.

Zuvor hatte der Staatsanwalt während eines Streits mit Türstehern einer Frankfurter Diskothek nach Auffassung des Gerichts ohne Not die Polizei gerufen. Der dritte Vorfall spielte in Gießen, wo der Mann stark betrunken als Beifahrer bei einer Verkehrskontrolle einen Beamten schlug und ihn beleidigte.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von 13 Monaten beantragt, die das Ende der Beamtenlaufbahn für den Angeklagten zur Folge gehabt hätte. Sollte die zehnmonatige Strafe rechtskräftig werden, wird das laufende Disziplinarverfahren gegen ihn mit ungewissem Ausgang fortgeführt. Ob die Staatsanwaltschaft in die nächste Instanz geht, war zunächst noch nicht klar.

dpa

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