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Sprengstoff-Arsenal im Wohnhaus: Bewährungsstrafe für Familienvater

Prozesse Sprengstoff-Arsenal im Wohnhaus: Bewährungsstrafe für Familienvater

Nach dem Fund eines größeren Sprengstoff-Arsenals in seiner Wohnung ist ein Familienvater vom Amtsgericht Frankfurt zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden.

Frankfurt/Main. Die Beamten hatten Bomben, Sprengbojen, Böller und Feuerwerkskörper sichergestellt. Der Mann war bereits zuvor wegen Waffendelikten in Erscheinung getreten, die Verurteilung erging am Mittwoch wegen des unerlaubten Besitzes von Sprengstoffen.

Im November 2012 sei der 38-Jährige bei einem Selbstmordversuch der Polizei aufgefallen. Eine Wohnungsdurchsuchung brachte im Anschluss den verbotenen Sprengstoff zum Vorschein. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Mann bereits eine zweijährige Bewährungsstrafe laufen, die er wegen des Besitzes von Kriegswaffen erhalten hatte.

Das Amtsgericht lehnte es am Mittwoch ab, den Wiederholungstäter ins Gefängnis zu schicken. Er habe auf die beschlagnahmte Munition verzichtet und mit seinem Verdienst als Kraftfahrer Schulden abzuzahlen. Darüber hinaus sei die Familiensituation mit zwei kleinen Kindern im Haushalt labil. In Anbetracht des umfassenden Geständnisses des Mannes hielt das Gericht deshalb eine Bewährungsstrafe für ausreichend.

dpa

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