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Sprachforscher: Dialekte verändern sich zu Regional-Sprachen

Sprache Sprachforscher: Dialekte verändern sich zu Regional-Sprachen

Dialekte bleiben nach Ansicht von Sprachforschern nicht so, wie sie waren. Sie verändern sich über einen langen Zeitraum hinweg, auch in Hessen. "Das, was man traditionell als "Dialekt" verstanden hat, ist vielerorts schon ausgestorben.

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Ein Dialekt-Wörterbuch zeigt das Wort «Muettersproch» (Muttersprache).

Quelle: T. Kleinschmidt/Archiv

Darmstadt. Oder es wird noch in diesem Jahrhundert in den meisten Gebieten Deutschlands aussterben", meint Professor Stephan Elspaß von der Universität Salzburg, der sich mit deutschsprachigen Gebieten befasst. "Das Sprechen - oder sogar Schreiben - mit regionalen Merkmalen jedoch wird auf absehbare Zeit bleiben."

Bekannte regionale Dialekt-Wörter in Hessen sind etwa "Simbel" (Depp, Idiot), "Gelärsch" (Kram, Gerümpel) und auch der "Zorngickel" (cholerisch veranlagter Mensch). Eltern kennen sie oft noch, die Kinder schon eher weniger.

Die Linguistin Katrin Kuhmichel von der Philipps-Universität Marburg arbeitet in dem Projekt "Syntax hessischer Dialekte" mit, ein Forschungsvorhaben der Universitäten Frankfurt/Main, Marburg und Wien. Auch sie sieht eine Veränderung im Mundart-Sprechen. "Es gibt eine Entwicklung weg von kleinräumigen Dialekten zu großräumigen Regionalsprachen", sagt die 30-jährige.

dpa

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