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Sportschütze schießt betrunken auf Neffen

Prozesse Sportschütze schießt betrunken auf Neffen

Weil er seinen Neffen an Silvester betrunken mit einem Schuss lebensgefährlich verletzt hat, muss ein 58-jähriger Sportschütze aus Fulda eine Geldstrafe von 9600 Euro zahlen.

Fulda. Das Amtsgericht Fulda verurteilte ihn am Donnerstag wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 120 Tagessätzen à 80 Euro. Außerdem muss der Mann die Operationskosten des 27-jährigen Studenten aus Bielefeld übernehmen. Der 58-Jährige hätte wissen müssen, dass er auf seinem Grundstück allenfalls mit Knallpatronen hätte schießen dürfen, sagte Richter Ulrich Jahn. Der Vorfall habe schwere und dauerhafte Folgen für das Opfer.

In der Silvesternacht 2013 hatte der Sportschütze um Mitternacht eine Schrotflinte abgefeuert. Nachdem er die Waffe mit zwei Schrotpatronen geladen hatte, löste sich ein Schuss. Eine volle Ladung mit rund 250 Schrotkörnern traf seinen Großneffen aus vier bis fünf Metern Entfernung ins rechte Bein. Der Schuss zerstörte lebenswichtige Adern, der 27-Jährige musste notoperiert werden. Der Student schilderte vor Gericht, dass er seither elf Mal operiert worden sei. Trotz starker Medikamente leide er ständig unter Schmerzen, Alpträumen und Depressionen. Er müsse dauerhaft zwei Gehhilfen benutzen und befinde sich noch immer in Behandlung.

Der Sportschütze hatte zum Zeitpunkt der Tat mindestens 1,27 Promille Alkohol im Blut. Tatwaffe und Waffenschein wurden eingezogen.

dpa

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