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Spielautomaten manipuliert: Razzia mit 650 Polizisten

Kriminalität Spielautomaten manipuliert: Razzia mit 650 Polizisten

Wegen Manipulation von Spielautomaten in Deutschland hat die Polizei bei einer Razzia in neun Bundesländern - darunter auch das Saarland - 114 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht.

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Ein Glücksspielautomat läuft.

Quelle: Jan Woitas/Archiv

Kiel. Einer der Hauptverdächtigen sei in Schleswig-Holstein auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Haft genommen worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Freitag in Kiel mit. Weitere Festnahmen habe es bei dem Einsatz mit 650 Polizisten am Donnerstag nicht gegeben.

Zwei scharfe Schusswaffen seien in Schleswig-Holstein beschlagnahmt worden, zudem seien Beweismittel in allen betroffenen Bundesländern sichergestellt worden. Die Polizei war in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Berlin und dem Saarland im Einsatz.

Seit Jahren soll die Tätergruppe bundesweit agiert und sich "erhebliche Gewinne" verschafft haben. Der in Kiel verhaftete Mann steht im Verdacht, eine auf dem internationalen Markt verfügbare Software gekauft, verändert und dann federführend an Automatenaufsteller und Spielhallenbetreiber in ganz Deutschland vertrieben zu haben, erläuterte ein LKA-Sprecher. Die Durchsuchungen hätten sich sowohl gegen die Vertreiber als auch die Nutzer der Manipulationssoftware gerichtet.

Die Software lässt Geldautomaten weniger Gewinne an die Spieler auszahlen. Außerdem kann sie die Betriebsergebnisse der Geräte nach unten manipulieren. Dadurch sinke die Steuerhöhe des Spielautomatenaufstellers, hieß es. Zur Höhe der erzielten Gewinne machte das LKA zunächst keine Angaben.

dpa

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