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Sparer nicht ausreichend informiert: Bank muss Zinsen nachzahlen

Urteile Sparer nicht ausreichend informiert: Bank muss Zinsen nachzahlen

Wurden Sparer von ihrer Bank nicht ausreichend über Zinssenkungen informiert, haben sie einen Anspruch auf Nachzahlung der Differenz. Das geht aus einem am Freitag bekannt gewordenen Urteil des Amtsgerichts Frankfurt hervor.

Frankfurt/Main. Das Gericht gab damit der Zahlungsklage eines Bankkunden statt und verurteilte das Geldinstitut zur Nachzahlung von mehr als 2000 Euro.

Der Kläger hatte 1998 einen Vermögensplan abgeschlossen, der einen variablen Zinssatz von 3,5 Prozent vorsah. In den kommenden Jahren wurden die Zinsen immer wieder gesenkt, ohne dies dem Kunden persönlich schriftlich mitzuteilen. Stattdessen berief sich die Bank auf Artikel in der Kundenzeitschrift oder auf Informationsbroschüren, die in den Filialen ausgelegen hätten.

Dies reichte laut Urteil jedoch nicht aus. Zumindest ein Aushang in der Bankfiliale, besser jedoch eine persönliche Mitteilung an den Sparer wäre eine rechtlich gültige Bekanntmachung gewesen, erklärte das Gericht. Werde die Änderung eines Zinssatzes jedoch nicht rechtswirksam bekannt gemacht, trete sie auch nicht in Kraft. Die Bank müsse dann Zinsen in ursprünglicher Höhe zahlen.

dpa

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