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Späße unter Erwachsenen nicht gesetzlich unfallversichert

Justiz Späße unter Erwachsenen nicht gesetzlich unfallversichert

Verletzungen nach Neckereien fallen bei Erwachsenen laut einem Urteil des Hessischen Landessozialgerichts nicht unter die gesetzliche Unfallversicherung. Ein Arbeitsunfall liegt nach einer am Dienstag in Darmstadt veröffentlichten Mitteilung nur dann vor, "wenn die Verrichtung des Versicherten zur Zeit des Unfalls der versicherten Tätigkeit zuzurechnen" ist.

Darmstadt. Späße und Neckereien hätten damit nichts zu tun, sie seien "höchstpersönliche Verrichtungen".

Im konkreten Fall ging es um einen 27-Jährigen, der bei einer Umschulung von einem Mitschüler nass gespritzt wurde. Der Mann sprang durch ein Fenster, um dem Wasserstrahl zu entgehen. Dabei stürzte er durch ein Welldach, das sich draußen befand. Er verletzte sich an Fuß und Wirbelsäule.

Das Landessozialgericht schloss sich damit der Berufsgenossenschaft an, die eine Anerkennung als Arbeitsunfall ablehnte. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

dpa

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