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Sozialarbeiter bei Schießerei schwer verletzt

Prozesse Sozialarbeiter bei Schießerei schwer verletzt

Wegen einer Schießerei mit zwei völlig unbeteiligten Opfern im Frankfurter Bahnhofsviertel ist ein 33 Jahre alter Mann am Dienstag vom Landgericht Frankfurt zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

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Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer.

Quelle: Uli Deck/Archiv

Frankfurt/Main. Die Schwurgerichtskammer ging von zweifacher gefährlicher Körperverletzung aus.

Die Tat hatte im Mai 2013 einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Nach einem Streit zwischen zwei Gastwirten hatte der Angeklagte auf der Straße sechs Schüsse abgegeben, von denen einer einen Drogenabhängigen verletzte. Ein Querschläger traf einen zufällig vorbeilaufenden Sozialarbeiter einer Drogenhilfeeinrichtung in den Oberkörper - das Opfer musste im Krankenhaus notoperiert werden.

In einem ersten Prozess war der 33-Jährige 2014 vom Landgericht zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die Revision der Staatsanwaltschaft hatte beim Bundesgerichtshof jedoch Erfolg. Einen Tötungsvorsatz aber konnte das Gericht auch im zweiten Prozess nicht feststellen. Der Angeklagte hätte weitere Schüsse abgeben können, um seine Opfer zu töten. Dies habe er jedoch nicht getan, was rechtlich als "Rücktritt vom Totschlagsversuch" zu werten sei. Die Anklage hatte wegen versuchten Totschlags sieben Jahre Haft beantragt.

dpa

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