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Siebenschläfer schlagen in Kirchenorgel ihr Quartier auf

Tiere Siebenschläfer schlagen in Kirchenorgel ihr Quartier auf

Eine evangelische Kirchengemeinde in Südhessen muss wegen Siebenschläfern seit Monaten auf Orgelmusik in den Gottesdiensten verzichten. Die kleinen Nager, die unter Artenschutz stehen, haben sich nämlich in dem riesigen Musikinstrument eingenistet.

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Siebenschläfer gehören zur Familie der Bilche.

Quelle: Opel-Zoo

Lautertal. Die Kirchengemeinde in Lautertal-Beedenkirchen (Kreis Bergstraße) steht deshalb Kopf. Man stehe in ständigem Kontakt mit Denkmalschutz, Schädlingsbekämpfung und Tierschutzbehörde, berichtete Kirchenvorstand Jürgen Schellhaas am Dienstag.

Demnach entdeckten Organisten im Juli diesen Jahres Nagespuren und Kot in den Pfeifen des denkmalgeschützten Instruments. Kurze Zeit später stellte sich heraus: Siebenschläfer haben in der Kirche Quartier bezogen. "Die Siebenschläfer haben sich in der ganzen Orgel breitgemacht. Es scheint, als ob jeder sein eigenes Zimmer hat", sagte Schellhaas. 150 Jahre sei die Orgel in Schuss gewesen - jetzt werde sie voraussichtlich noch bis Ostern stillgelegt bleiben.

Die Tiere haben ersten Schätzungen nach einen Schaden von mindestens 10 000 Euro angerichtet. Wegen des Artenschutzes müssen die Nager, deren Winterschlaf bald beginnt, lebend gefangen und wieder freigelassen werden. Die Orgel soll nun abgebaut und gereinigt werden. Zurück in die Kirche kann sie aber erst, wenn sicher ist, dass die Tiere weg sind.

dpa

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