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Stormchaser Sie suchen das Unwetter

Die meisten Marburger sind wohl froh, dass das große Unwetter uns in den vergangenen Tagen immer wieder verpasst hat. Es gibt aber auch Leute, die so fasziniert sind von Gewittern, dass sie sie geradezu jagen: Die Stormchaser. Einen Bericht von Stormchaser Marcus D. lest ihr hier:

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Eines der Ergebnisse der Sturmjagd von Marcus und Sven.

Quelle: Stormchaser Mittelhessen

Stormchaser Marcus D. berichtet von der letzten Unwetterjagd: Sven und ich fuhren zunächst nach Bad Vilbel um die von Südwesten aufziehende Kaltfront von Tief Manni dort abzufangen (hier entstanden die ersten Video Aufnahmen). Zu Beginn hatte die Front in Südhessen noch eine ausgeprägte " Shelfcloud", die leider bis zu unserem Standort nicht mehr bestehen blieb bzw. nicht mehr als solche erkennbar war.

Als die Front sich näherte, fuhren wir weiter Richtung Norden nach Okarben in der Wetterau. Hier erreichten uns die ersten Ausläufer in Form von Böen mit bis zu 70-80km/h. Wir mussten aufpassen, da bereits viel Astwerk und Blätter auf der Straße lagen. In Nieder-Wöllstadt flogen uns auch ein paar Mülltonnen um die Ohren. Wir suchten uns einen Feldweg, um ein paar weitere Aufnahmen machen zu können. Wir mussten uns allerdings beeilen, weil sich die Front mit rund 100km/h näherte. Deshalb sind wir dann nach Norden ausgewichen. 

Das oberste Gebot bei der Sturmjagd heißt Sicherheit. Der Sturmjäger achtet sowohl auf seine eigene, als auch auf die der Mitmenschen. Wir machten uns auf den Weg zur Autobahn A5 Richtung Norden, dabei schlugen um uns herum im Abstand von wenigen hundert Meter einige Blitze ein. 

Auf der A5 stand in Folge des Starkregens zum Teil das Wasser einige cm hoch. Wir fuhren dann weiter über die A485 zur B3 nach Marburg. Die Gewitterfront zog weiter nach Nordosten, wo die westlichen Bereiche von Gießen und Marburg von den Gewittern weitestgehend verschont blieben. Außer mäßigem Regen und einer Blitzshow war hier von den Folgen nicht viel zu spüren. 

Auf der B3 Richtung Marburg stand das Wasser ebenfalls einige Zentimeter hoch. Auch hier waren wie im Bereich Wetterau einige Äste und Blätter durch den starken Wind abgerissen worden. In Bürgeln woher die letzten Aufnahmen stammen, sahen wir als Abschluss einen schönen Crawler-Blitz. Damit endete unsere Jagt die in Bad Vilbel begonnen hatte."

Hier das Video der Stormchaser Mittelhessen:

Einen ausführlichen Bericht über die Stormchaser findet Sie hier.

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Stormchaser Mittelhessen
Gewitter über Marburg-Ockershausen in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli 2012. Foto: Thorsten Richter (thr)

Mensch gegen Natur, das ewige Duell. Wenn Naturgewalten ihre ganze Kraft ausspielen, strömt bei den Gewitterjägern Mittelhessen Adrenalin durch die Adern.

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