Volltextsuche über das Angebot:

-1 ° / -5 ° Schneefall

Navigation:
"Serengeti-Papst" Anthony Sinclair erhält Schubert-Umweltpreis

Umwelt "Serengeti-Papst" Anthony Sinclair erhält Schubert-Umweltpreis

Für seine umfangreichen Forschungen zur Natur der afrikanischen Serengeti ist der britische Wissenschaftler Anthony Sinclair (70) am Mittwoch in Frankfurt mit dem Bruno H.

Voriger Artikel
LKA will strengere Regeln für Hells-Angels-Kutten schnell durchsetzen
Nächster Artikel
Architekten und Stadtplaner wollen Parkhäuser anders nutzen

Wissenschaftler Sinclair erhielt den Hauptpreis.

Quelle: Bruno H. Schubert-Stiftung

Frankfurt/Main. Schubert-Preis ausgezeichnet worden. Der mit insgesamt 70 000 Euro ausgestattete Preis gilt als höchstdotierter privater Umweltpreis in Deutschland und wird in drei Kategorien verliehen.

Sinclair, in Fachkreisen als "Serengeti-Papst" bekannt, erhielt in der ersten Preiskategorie 30 000 Euro. An der University of British Columbia (Kanada) habe er über 40 Jahre eine Langzeit-Studie zum Ökosystem des Nationalparks geleitet und gehöre zu den bedeutendsten Wissenschaftlern bei der Untersuchung komplexer Ökosysteme, begründete die Jury die Auszeichnung.

"Der Preis erlaubt mir, meine Arbeit fortzusetzen. Das macht mich sehr glücklich", sagte Sinclair bei der Preisverleihung. Seit 50 Jahren forsche er in der Serengeti und sei auch Bernhard Grzimek begegnet, der sich viele Jahrzehnte für den Schutz der dortigen Tierwelt engagierte.

In den übrigen Kategorien wurden zwei deutsche und ein afrikanischer Naturschützer, eine deutsche Schule und eine peruanische Umweltgruppe geehrt. Die Preisträger zeigten, dass jeder etwas zum Erhalt von Natur und Umwelt beitragen könne, "ganz gleich ob man Schüler oder Wissenschaftler, Amateur oder Profi ist", sagte der Juryvorsitzende Manfred Niekisch.

Hans-Joachim Mader und Hubertus Meckelmann aus Brandenburg erhielten 15 000 Euro für ihr Engagement beim Aufbau der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Mehr als 12 000 Hektar ehemaliger Militärflächen befinden sich mittlerweile im Besitz der Stiftung und bieten der Wildnis Raum.

Der Biologe und Naturschützer Zelealem Tefera aus Äthiopien bekam ebenfalls 15 000 Euro. Er habe sich unermüdlich für den Naturschutz im Guassa-Menz-Gebiet Äthiopiens eingesetzt, heißt es in der Begründung der Jury. Das Hochland mit seiner einzigartigen Flora und Fauna sei stark bedroht.

Zwei Projekte junger Umweltschützer wurden in der dritten Preiskategorie mit je 5000 Euro ausgezeichnet. Eine Gruppe aus Puerto Maldonado in Peru informiere in Schulen über Umweltprobleme, die Tansania AG der Wilhelm Raabe-Schule in Lüneburg habe eine Solaranlage auf dem Dach einer Partnerschule in Tansania errichtet, mit deren Erlös jungen Afrikanern eine Ausbildung ermöglicht wird.

Die Stiftung wurde 1993 von dem Frankfurter Ehrenbürger und früheren Henninger-Eigentümer Bruno H. Schubert gegründet und vergibt den Preis alle zwei Jahre. Schubert starb 2010 im Alter von 90 Jahren.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama