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Sechs Kandidatinnen im Finale zur Deutschen Weinkönigin

Agrar Sechs Kandidatinnen im Finale zur Deutschen Weinkönigin

Wer darf sich die Krone der nächsten Deutschen Weinkönigin aufsetzen? Noch sechs junge Frauen sind im Rennen. Nun fiebern sie dem nächsten Freitag entgegen.

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Ein Mann pflückt Weintrauben von den Reben.

Quelle: Christoph Schmidt

Mainz. 6 von 13 Kandidatinnen haben es ins Finale zur Deutschen Weinkönigin geschafft. "Es war ein sehr knappes Ergebnis", sagte ein Sprecher des Deutschen Weininstituts am Samstag zum Vorentscheid in Mainz. Die Kandidatinnen mussten beispielsweise Ideen für den Online-Weinhandel einbringen oder den Unterschied zwischen Sekt und Perlwein erklären.

Die verbliebenen Kandidatinnen konkurrieren am kommenden Freitag in Mainz um die Krone. Sie alle wollen die 68. Botschafterin des deutschen Weins werden, mit Hunderten Terminen im In- und Ausland während der einjährigen Amtszeit.

Die Kandidatinnen sind bereits Weinköniginnen ihrer Anbaugebiete. Sie wurden in einem Trainingslager des Deutschen Weininstituts mit Englischseminar, Kamera- und Rhetorik-Training sowie Stilberatung und Fotoshooting auf die Wahl vorbereitet.

Diese Kandidatinnen haben das Finale zur Deutschen Weinkönigin erreicht: Christina Schneider (Franken), Anja Antes (Hessische Bergstraße), Lena Endesfelder (Mosel), Clarissa Peitz (Nahe), Louisa Follrich (Rheingau) und Mara Walz (Württemberg).

Die erste Deutsche Weinkönigin war 1949 Elisabeth Kuhn aus dem pfälzischen Diedesfeld. Sie fuhr auf einem Lastwagen durch Westberlin und schenkte den jubelnden Menschen nach Jahren des Mangels Unmengen an Freiwein aus. Petra Mayer, Weinkönigin 1988/89, gilt als die erste, die kein Dirndl trug. Heute sind laut dem Deutschen Weininstitut moderne Fachfrauen gefragt - mit Schlagfertigkeit, Eloquenz und guten Umgangsformen.

1995/1996 war die heutige CDU-Bundesvize Julia Klöckner Deutsche Weinkönigin. Die rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschefin sieht in diesem Amt nach eigenen Worten ein gutes Training fürs Leben wegen der damit verbundenen vielen Treffen und Reisen. Die jetzige Deutsche Weinkönigin Josefine Schlumberger, die wie ihre Vorgängerinnen rund 200 Termine absolviert hat, sagt, sie bewege sich in Kreisen, zu denen es sonst mit Anfang 20 keinen Zugang gebe. Die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts, Monika Reule, wiederum hält das hohe Amt für "eines der genialsten Marketinginstrumente des deutschen Weins".

dpa

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