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Schwiegermutter getötet und Ehefrau entstellt - über zehn Jahre Haft

Prozesse Schwiegermutter getötet und Ehefrau entstellt - über zehn Jahre Haft

Weil er seine Schwiegermutter getötet und seine Frau mit dem Messer entstellt hatte, ist ein Mann in Frankfurt zu zehn Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Frankfurt/Main. Das Landgericht ging im zweiten Prozess zu dem Fall am Donnerstag davon aus, dass sich der 73 Jahre alte Rentner des Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht hatte. Im ersten Verfahren war die Attacke auf die Ehefrau noch als Totschlagsversuch gewertet und eine Gesamtstrafe von elf Jahren verhängt worden. Auf die Revision des Angeklagten hin hatte der Bundesgerichtshof (BGH) das erste Urteil aufgehoben.

Laut Urteil hatte der Mann zunächst im Juli 2011 in der Wohnung der Eheleute in Oberursel die zu Besuch weilende Schwiegermutter (84) getötet. Der Tatverdacht gegen ihn konnte allerdings zunächst nicht aufrechterhalten werden. Trotzdem trennte sich die Ehefrau von ihm. Im Januar 2012 griff der Mann die 54-jährige dann auf der Straße an und verletzte sie erheblich im Gesicht. Im zweiten Prozess wertete das Gericht diese Tat als "Abstrafaktion", um die getrennt lebende Frau "wieder gefügig zu machen". Der Täter habe aber den Tod der Frau nicht billigend in Kauf genommen, sondern lediglich deren Erblindung. Dem BGH war es um die Klärung dieser Frage gegangen.

dpa

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