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Schwarzarbeit in Baufirma mit Millionenschaden: Bewährung?

Prozesse Schwarzarbeit in Baufirma mit Millionenschaden: Bewährung?

Wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe hat sich seit Montag ein 34 Jahre alter Geschäftsmann vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten.

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Am Platz des Zeugentisches steht ein Mikrofon.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Die ihm zur Last gelegten Taten datieren bereits auf das Jahr 2009. Der Anklage zufolge wurden zwischen 60 und 70 Arbeiter in der Baufirma nicht oder nicht vollständig angemeldet - die Staatsanwaltschaft errechnete hieraus einen Schaden für Fiskus und Sozialversicherungsträger in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Weitere knapp 700 000 Euro, die nicht an einer spezielle Sozialkasse des Bauwesens überwiesen worden waren, spielen in dem Prozess keine Rolle mehr, weil die Firma möglicherweise gar nicht zahlungspflichtig war.

Am ersten Verhandlungstag stellte sich heraus, dass der Angeklagte trotz seiner Funktion als eingetragener Geschäftsführer nicht der tatsächliche Chef der Firma war, sondern nur als Strohmann für einen derzeit flüchtigen Landsmann fungierte. Wegen dieser untergeordneten Funktion könnte trotz des hohen Schadens auch nur eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren in Betracht kommen, hieß es in einer Erörterung vor Gericht. Die Wirtschaftsstrafkammer hat für den Prozess insgesamt fünf Verhandlungstage vorgesehen.

dpa

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