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Schüsse bei Streit zwischen Hells Angels zwischen

Kriminalität Schüsse bei Streit zwischen Hells Angels zwischen

Ein Streit zwischen Rockern der Hells Angels ist in der Nacht zum Donnerstag am Rand des Frankfurter Bahnhofsviertels zu einer Schießerei eskaliert, bei der es fünf Verletzte gegeben hat.

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Bei der Schießerei waren fünf Menschen verletzt worden.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main. Vier 31 bis 43 Jahre alte Männer seien von Schüssen in Oberkörper, Bein und Schulter getroffen worden, teilte die Polizei mit. Ein 46-Jähriger wurde durch einen Schlag am Oberarm verletzt. Drei der durch Schüsse verletzten Männer hätten sich selbst in Krankenhäuser begeben, einer ließ sich in Gießen behandeln.

Wie es zu dem Streit kam und wer geschossen hat, war zunächst völlig unklar, weil Zeugen fehlten. Festnahmen gab es nicht. Krankenhäuser hatten die Polizei über die Schussverletzungen verständigt, so dass zumindest die Verletzten vernommen werden konnten. Ohne Ergebnis, wie Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten. Ermittelt werde gegen unbekannt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Der Vorfall spielte sich nach ersten Erkenntnissen wie folgt ab: Kurz vor Mitternacht fahren mehrere Autos vor dem Hochhaus Taunustor 2 vor, Männer steigen aus - wie viele, ist unbekannt. "Es muss ein ganzer Pulk gewesen sein", sagte eine Polizeisprecherin. Die Stimmung ist aggressiv, die Männer geraten in Streit, es kommt zum Gerangel, schließlich fallen Schüsse, vier Männer werden getroffen. Die Männer steigen wieder ein, auch die Verletzten. Sie verlassen die Szene, noch bevor die Polizei eintrifft.

Die Kontrahenten gehörten den Hells Angels an, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft und bestätigte Meldungen des Hessischen Rundfunks und der "Bild"-Zeitung. Die Männer seien Mitglieder zweier unterschiedlicher Gruppen der Rocker-Vereinigung, sogenannter Charter - einer aus Gießen und die andere vermutlich aus Frankfurt. Zwei Frankfurter Charter hatte das hessische Innenministerium 2011 verboten. "Aber die Menschen gibt es ja noch", sagte die Sprecherin.

Ob aus einer oder mehreren Waffen geschossen wurde, war unklar. Die Verletzten schweigen, ihre Fahrzeuge wurden sichergestellt. Passanten wurden aufgerufen, sich zu melden. "Wir sind auf unabhängige Zeugen angewiesen", sagte die Sprecherin. Am Morgen begann die Spurensicherung mit der Arbeit am Tatort.

Ein Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf einen Rocker in einer Hochhaussiedlung Anfang April besteht nach Einschätzung der Ermittler nicht.

dpa

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