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Schöffe kannte Angeklagte: Prozess um Mordversuch an Freund geplatzt

Prozesse Schöffe kannte Angeklagte: Prozess um Mordversuch an Freund geplatzt

Ein Prozess um einen Mordversuch mit Guillotine und Elektroschock-Gerät ist in Frankfurt geplatzt, weil einer der Schöffen die Angeklagte kannte und dies verschwiegen hatte.

Frankfurt/Main. Das Landgericht Frankfurt erklärte den ehrenamtlichen Richter am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft für befangen. Die 34 Jahre alte Angeklagte sei früher einmal mit dem Bruder des Schöffen liiert gewesen und in dessen Haus ein- und ausgegangen. Einige Tage vor Prozessbeginn Mitte April nahm sie deshalb E-Mail-Kontakt mit dem Bruder auf. Diese Mitteilungen wurden zufällig entdeckt.

Die Frau und ihr 44 Jahre alter Ex-Freund müssen sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Sie sollen den Lebensgefährten der Frau mit einem Elektroschocker und der Guillotine lebensgefährlich verletzt haben. Das Pikante an dem Fall: Das Opfer und die Angeklagte sind mittlerweile verheiratet. Alle drei Beteiligten verweigerten deshalb die Aussage. Der Prozess muss nun mit anderen ehrenamtlichen Richtern neu aufgerollt werden. Das Gericht hat dafür Zeit - beide Angeklagte sind nicht in Haft.

dpa

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