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Schnee und Glätte bremsen Autofahrer, Züge, Flugzeuge aus

Verkehr Schnee und Glätte bremsen Autofahrer, Züge, Flugzeuge aus

Glatteisunfälle, gedrosseltes Tempo auf der ICE-Schnellstrecke, dazu zahlreiche Verspätungen: Kräftiger Schneefall hat am Dienstag nicht nur den morgendlichen Berufsverkehr durcheinander gebracht. In der Nacht droht erneut Glätte.

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Schild warnt vor Glatteis.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Wiesbaden/Offenbach. Schnee und Glätte haben in Teilen Hessens den Verkehr kräftig ausgebremst. Nach Angaben der Polizei standen am Dienstagmorgen zahlreiche Autofahrer etwa im Taunus und in Mittelhessen im Stau. Es gab zahlreiche Unfälle, meist nur mit Blechschaden.

Im gesamten Rheingau-Taunus-Kreis musste der Busverkehr aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Die regionale Betreibergesellschaft konnte zudem nicht garantieren, dass bei Schulschluss Busse für den Transport der Schulkinder bereit stehen würden. Es müsse von Verspätungen und Ausfällen ausgegangen werden. In Taunusstein war an einer Gesamtschule gar der Unterricht wegen des Wetters ausgefallen.

Die Polizei in Mittelhessen zählte bis zum Vormittag fast 30 Unfälle, wie ein Sprecher in Gießen berichtete. Meist blieb es bei Blechschäden, es gab allerdings auch mehrere Leichtverletzte. Mit dem Schrecken davon kamen am frühen Morgen der Fahrer eines Linienbusses und sein Fahrgast in Gladenbach (Kreis Marburg-Biedenkopf): Der Bus kam auf einer abschüssigen Straße ins Rutschen, fuhr auf ein Grundstück und dort unter anderem gegen einen Sandsteintrog, einen Baum und die Hauswand. Von dort prallte er zurück und geriet auf das gegenüberliegende Grundstück, wo er mit zwei Autos und der Hauswand kollidierte. Den Schaden schätzte die Polizei auf mindestens 140 000 Euro.

Für lange Staus sorgte der Schnee in und um Wiesbaden. "Die Leute sind glücklicherweise vorsichtig gefahren", sagte eine Sprecherin der Polizei. Schlimmere Unfälle seien nicht registriert worden. "Es blieb überwiegend bei Blechschäden." Nach den massiven Verkehrsbehinderungen am frühen Morgen habe sich die Lage im Laufe des Vormittags beruhigt.

Am Frankfurter Flughafen waren Enteisungsanlagen und Räumdienst im Dauereinsatz. Bis zum frühen Nachmittag mussten nach Angaben des Betreibers Fraport rund 80 der insgesamt 1100 Flüge des Tages annulliert werden. "Meist handelte es sich um innerdeutsche Flüge, interkontinentale Verbindungen waren nicht betroffen", sagte Fraport-Sprecher Dieter Hulick. Wegen der Schneeräumung auf den Start- und Landebahnen und der Enteisung der Flugzeuge ließen sich auch Verspätungen nicht ausschließen.

Nach Angaben einer Bahnsprecherin fuhren die Züge am Vormittag vom Frankfurter Flughafen nur mit einer Geschwindigkeit von 200 Kilometern in der Stunde. Das ist zwar nicht gerade ein Schleichtempo, aber auf der Schnellstrecke sind Geschwindigkeiten bis 300 Kilometer in der Stunde möglich. Das Tempo wurde als Vorsichtsmaßnahme angesichts der Wetterverhältnisse gedrosselt, hieß es. Für die Reisenden bedeute dies eine Verspätung von etwa zehn Minuten auf der Strecke.

Eine ebenfalls witterungsbedingte Weichenstörung hatte zuvor von sechs bis neun Uhr zu Verzögerungen auf der Strecke Mainz-Bischofsheim geführt. Davon waren nach Bahn-Angaben zehn Regionalzüge betroffen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mussten die Autofahrer noch bis zum Abend vielerorts mit Schneefall, örtlich auch mit gefrierendem Regen rechnen. Auch in der Nacht zu Mittwoch kann es zu Glätte kommen. Am Mittwoch dürfte das winterliche Wetter anhalten. Während es am Morgen auch in tiefen Lagen schneien kann, steigt die Schneefallgrenze im Tagesverlauf voraussichtlich auf 500 bis 700 Meter.

dpa

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