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"Schmalspurjuristin": Rechtsanwalt wegen Beleidigung verurteilt

Prozesse "Schmalspurjuristin": Rechtsanwalt wegen Beleidigung verurteilt

Wegen Beleidigung einer hessischen Amtsanwältin ist ein 63 Jahre alter Rechtsanwalt aus Lahnstein (Rheinland-Pfalz) zu 3000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Limburg verhängte am Mittwoch 30 Tagessätze zu 100 Euro gegen den Juristen.

Limburg. In einem Schriftsatz hatte er die Amtsanwältin, eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft, als "Schmalspurjuristin" bezeichnet, die nicht fähig sei, auf der Klaviatur des Rechts auch nur "Hänschen klein" zu klimpern. Anlass war eine Anzeige des Anwalts gegen einen Lkw-Fahrer wegen Unfallflucht, die Amtsanwältin hatte das Verfahren eingestellt.

Das Schreiben rief aber den Leiter der Staatsanwaltschaft Limburg, Michael Sagebiel, auf den Plan. Er sah seine Mitarbeiterin diffamiert und zeigte den Rechtsanwalt wegen Beleidigung an.

Vor Gericht sagte der Angeklagte, er sei sich keiner Schuld bewusst. Er selbst sei auch schon als Feld-, Wald- und Wiesenanwalt tituliert worden. Der Richter schlug vor, er solle sich bei der Amtsanwältin entschuldigen und eine Geldbuße zahlen, um eine Verurteilung zu vermeiden. "Das lehne ich ab", sagte der 63-Jährige lapidar.

dpa

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