Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 3 ° Sprühregen

Navigation:
Schlichtung im Streik vereinbart: Ausstand geht aber weiter

Verkehr Schlichtung im Streik vereinbart: Ausstand geht aber weiter

Nach elf Tagen Streik sehen Gewerkschaft und Arbeitgeber eine Lösung in dem Tarifstreit nur in der Schlichtung. Die Verhandlungen sollen am Montag beginnen. Die Fahrgäste müssen sich bis dahin weiterhin auf Stillstand einstellen.

Voriger Artikel
Kinder mit Stahlkugeln beschossen: Festnahme
Nächster Artikel
Experten: Erhöhtes Gripperisiko in Hessen

Anzeigetafel einer Bushaltestelle.

Quelle: Susann Prautsch/Archiv

Frankfurt/Main. Im Tarifstreit der Busfahrer in Hessen haben Gewerkschaft und Arbeitgeber ein Schlichtungsverfahren beschlossen. Das teilten die Gewerkschaft Verdi und der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) am Donnerstag nach mehrstündigen Gesprächen mit. Bis zum Beginn der Verhandlungen am kommenden Montag solle aber weiter gestreikt werden, kündigte Verdi-Sprecherin Ute Fritzel an. Bis Sonntagabend müssen sich die Fahrgäste daher weiterhin auf Stillstand einstellen. "Die Busse fahren ab Montag wieder mit Beginn der Frühschicht."

Die Arbeitgeber reagierten mit Unverständnis auf die Fortführung des Ausstands. "Spätestens an dem Punkt, wo eine Schlichtung verabredet ist, sollten Streiks unverzüglich beendet werden", sagte LHO-Geschäftsführer Volker Tuchan laut Mitteilung. Auch sonst sei man enttäuscht: "Wir hatten für die Verhandlungen ein verbessertes Angebot auf bis zu 13,78 Euro Stundenlohn vorgelegt in der Erwartung, heute zum Abschluss zu kommen."

Verdi-Sprecherin Fritzel begründete die Fortführung des Streiks damit, dass noch kein Verhandlungsergebnis vorliege. Es sei auch gar nicht über die Forderungen der Gewerkschaft verhandelt worden. "Die Schlichtung ist ein Kompromiss." Anders komme man nicht weiter.

Am elften Streiktag in Folge hatten am Donnerstag wieder zahlreiche Busfahrer in mehreren hessischen Kommunen ihre Arbeit niedergelegt. Schwerpunkte der Streiks waren nach Gewerkschaftsangaben erneut Frankfurt, Darmstadt, Hanau, Offenbach, Marburg, Gießen und Fulda. Erwartet wurde, dass es in den nächsten Tagen in Darmstadt auch wieder Solidaritätsstreik der Straßenbahnfahrer geben wird.

Die Arbeitgeber hatten vor den Gespräche am Donnerstag eine Erhöhung des Ecklohns auf 13 Euro bis zum 1. Januar 2019 angeboten, die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Anhebung des Stundenlohns von derzeit zwölf auf 13,50 Euro.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Knackpunkt Pausen
Auch in Marburg rollen die Busse wieder. Letzte Hürde ist jetzt noch die Mitgliederbefragung in den Streikbetrieben, ob die am Freitag vorgestellte Schlichtung angenommen wird. Foto: Tobias Hirsch

Schlichtungserfolg nach zwei Wochen Streik: Zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Landesverband hessischer Omnibusunternehmer ist eine Einigung über eine Verbesserung der Löhne und Arbeitsbedingungen der Busfahrer erzielt worden. Streiks wird es in der kommenden Woche allerdings im öffentlichen Dienst geben: Am Mittwoch legen Landesbedienstete in Universitäten, Regierungspräsidien und Straßenmeistereien die ­Arbeit nieder.

mehr
Mehr aus Panorama

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr