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Schiersteiner Brücke: Mehr Züge sollen Entlastung bringen

Verkehr Schiersteiner Brücke: Mehr Züge sollen Entlastung bringen

Wiesbaden/Mainz (dpa/lrs) - Wegen der gesperrten Schiersteiner Autobahnbrücke stockt die Deutsche Bahn den Zugverkehr zwischen Mainz und Wiesbaden deutlich auf.

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Die Autobahnbrücke bleibt weiterhin für den Verkehr gesperrt.

Quelle: B. Roessler

Vorgesehen sind jeweils fünf zusätzliche Verbindungen am Tag in beide Richtungen, die Züge fahren dann im Halbstundentakt. Der Ersatzfahrplan gilt am heutigen Freitag und in der kommenden Woche von Dienstag bis Freitag (17.-20.2.), wie das Unternehmen mitteilte.

Zudem setzt der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) auf der S-Bahnlinie S8 von Wiesbaden nach Hanau längere Züge ein. Beides zusammen steigere die Kapazität zwischen den Landeshauptstädten auf 3600 Plätze pro Stunde und Richtung, sagte RMV-Chefplaner Thomas Busch.

Auch in einzelnen Züge der Privatbahn Vlexx gibt es ab Ende der kommenden Woche mehr Sitzplätze. Reisende mit einem Nahverkehrsticket können ab Samstag ohne Aufpreis Fernzüge zwischen den Landeshauptstädten nutzen. Am Rosenmontag sind acht zusätzliche Züge von Regionalbahn und S8 geplant. Das Land will dann nach eigenen Angaben prüfen, ob noch mehr Kapazitäten im Bus- und Schienenverkehr ausgereizt werden können.

Wegen eines Risses im Beton ist die Schiersteiner Brücke der Autobahn A643 seit Dienstagabend komplett gesperrt. Zumindest ein Teilstück der Autobahnstrecke auf Mainzer Seite von der A60 bis zur Anschlussstelle Mainz-Mombach kurz vor der Brücke könnte nach Angaben des rheinland-pfälzischen Verkehrsministeriums zu Beginn der kommenden Woche wieder geöffnet werden. Derzeit laufen dort Umbauarbeiten, um den Ast für beide Richtungen zu öffnen. Zur Entlastung des Pendlerverkehrs hätten außerdem die Rheinfähren in der Nähe ihren Betrieb ausgeweitet.

Wie lange die Brücke noch gesperrt bleibt, ist der Straßenbehörde Landesbetrieb Mobilität zufolge nach wie vor unklar. Auch Aussagen über den Umfang des Schadens können Experten nach eigenen Angaben frühestens zu Beginn der kommenden Woche treffen.

Als Auslöser vermutet das Innenministerium Rheinland-Pfalz Bauarbeiten an der Brücke, welche die CDU-Landtagsfraktion heftig kritisiert. Mit dem Bau lediglich einer S-Kurve habe die rot-grüne Landesregierung die Belastung auf die Brücke nur erhöht, sagte der Mainzer Abgeordnete Gerd Schreiner. Zur Entlastung fordert die Fraktion stattdessen eine sechs-spurige Vorlandbrücke, wie sie bereits auf der Seite des Nachbarlandes Hessen gebaut wird.

Zum Thema rund um die Schiersteinerbrücke plant der Innenausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags am Donnerstag (19.2.) nun eine Sondersitzung.

dpa

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