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Schädliche Kirschessigfliege übersteht Winter offenbar gut

Agrar Schädliche Kirschessigfliege übersteht Winter offenbar gut

Die schädliche Kirschessigfliege hat die kalte Jahreszeit in Hessen wohl gut überstanden. "Es gibt keine Hinweise, dass der Winter ihr geschadet hat", sagte Christoph Hoyer vom Pflanzenschutzdezernat des Regierungspräsidiums Gießen.

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Eine Kirschessigfliege auf einer Traube.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Gießen/Geisenheim. Doch erst mit der ersten Frucht in diesem Frühjahr könne abgeschätzt werden, ob es auch in diesem Jahr einen starken Befall geben werde. Klar sei aber: "Die Fliege bleibt ein großes Problem."

Die aus Asien eingewanderte Fruchtfliegenart macht sich nun auch hierzulande über Beeren oder Trauben her - zur großen Sorge von Winzern und Obstbauern. Im vergangenen Jahr dokumentierten die Experten Schäden an Him-, Brom- und Erdbeeren, an Holunder sowie Weintrauben. Betroffen waren nicht nur die Anbaugebiete in Südhessen, sondern auch der Norden des Landes, wie Hoyer weiter berichtete.

Auch Heidrun Vogt vom Julius Kühn-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, geht davon aus, dass die kleine Fliege in diesem Jahr wohl Ärger bereiten wird. Sie erweise sich als sehr robust.

Hessens Winzer sind deswegen alarmiert. Es gebe mittlerweile Arbeitskreise, um das Problem zu beraten und nach Lösungen zu suchen, sagte der Präsident des Rheingauer Weinbauverbands, Peter Seyffardt. Schäden gab es demnach in der vergangenen Saison im Rheingau und an der Bergstraße insbesondere bei roten Trauben. Riesling und Spätburgunder seien weitgehend verschont geblieben.

Die Kirschessigfliege legt ihre Eier in reife Früchte, die daraufhin aufplatzen und faulen. Eine Patentlösung, wie Landwirte, Winzer und Hobbygärtner ihr Obst vor den Winzlingen schützen können, gibt es bislang nicht. Die Profi-Anbauer sollten sich an Beratungsstellen wenden, rät Hoyer. Denn: "Für hoch spezialisierte Betriebe kann die Fliege existenzbedrohend sein."

dpa

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