Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Richter in Doppelmordprozess nicht befangen

Prozesse Richter in Doppelmordprozess nicht befangen

Der Prozess um den Doppelmord am Frankfurter Gerichtsgebäude kann wie geplant fortgesetzt werden. Der Befangenheitsantrag des Angeklagten gegen den Vorsitzenden Richter wurde am Donnerstag vor dem Landgericht Frankfurt zurückgewiesen.

Voriger Artikel
Bei Sadomaso-Sex gestorben: Obduktion geht von Unfall aus
Nächster Artikel
"Ein Stück von mir": Tugces Familie spricht über den Schmerz

Eingang zum Landgericht in Frankfurt am Main (Hessen).

Quelle: Frank May/Archiv

Frankfurt/Main. Die Tatsache, dass der Richter 2008 am Freispruch der beiden später getöteten Männer mitgewirkt habe, lasse nicht automatisch den Schluss zu, dass er nicht mehr vorurteilsfrei sei, hieß es.

Nachdem sich der Angeklagte auch am zweiten Verhandlungstag nicht zu den Tatvorwürfen und seiner Person äußern wollte, wurde der Rechtsanwalt im Zeugenstand vernommen, der ihn und seine Familie in dem Verfahren gegen die späteren Opfer als Nebenkläger vertreten hatte. Der Jurist berichtete, sein Mandant habe nach der Tötung des Bruders durch die beiden späteren Opfer "flehentlich auf ein Zeichen der anderen Familie wartete". Weil sich der Täter in beiden Prozessen stattdessen aber "übertrieben selbstbewusst" gezeigt habe, sei sein Mandant "sehr, sehr aufgebracht und aufgeregt" gewesen. Gleichwohl sei das Blutbad am 24. Januar dieses Jahres vor dem Gerichtsgebäude für ihn "komplett überraschend" gewesen, sagte der Rechtsanwalt.

Der Prozess wird am kommenden Mittwoch (17. Dezember) mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr