Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Rettungssanitäter mit Gaswaffe bedroht: Bewährungsstrafe

Prozesse Rettungssanitäter mit Gaswaffe bedroht: Bewährungsstrafe

Weil er zwei Rettungssanitäter mit einer Gaswaffe bedroht hat, hat das Landgericht Frankfurt einen 40 Jahre alter Mann zu neun Monaten Bewährungsstrafe verurteilt.

Voriger Artikel
Cannabis-Plantage im Schlafzimmer: Bewährungsstrafe
Nächster Artikel
Suche nach vermisstem Schwimmer in Badesee weiter erfolglos

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank.

Quelle: Uli Deck/Archiv

Frankfurt/Main. Zusätzlich ordneten die Richter am Mittwoch eine stationäre Alkohol- und Drogentherapie sowie 400 gemeinnützige Arbeitsstunden an.

Die Sanitäter waren im Dezember in die Wohnung des Mannes gekommen, dessen Ehefrau über massives Bauchweh klagte und deshalb in die Klinik gebracht werden sollte. Während die Sanitäter die Frau nach Bad Soden (Taunus) bringen wollten, bestand der Ehemann auf das Krankenhaus in Frankfurt-Höchst, wo er sie besser besuchen könne. Vor dem Haus zog er plötzlich die Gaswaffe und hielt sie auf das Rettungsfahrzeug mit den Sanitätern, von denen einer "mit den Knien schlotterte", wie dieser im Zeugenstand sagte. Der Besitz der mit einem "Kleinen Waffenschein" erlaubten Schreckschusspistole war dem Angeklagten aufgrund anderer Vorfälle bereits 2003 untersagt worden.

In einem ersten Prozess im Juli 2015 fiel die neunmonatige Freiheitsstrafe noch ohne Bewährung aus. Erst seine Zusage, an der stationären Suchttherapie teilnehmen zu wollen, sowie sein untadeliges Verhalten in den vergangenen Monaten bewogen Gericht und Staatsanwaltschaft, sich für eine Bewährungsstrafe auszusprechen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr