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Restauriertes Gemälde von Bosch-Nachfolger in Kassel

Kunst Restauriertes Gemälde von Bosch-Nachfolger in Kassel

Die Legende des irischen Ritters Tondalus sollte die Menschen im Spätmittelalter zu gottestreuem Leben ermahnen. Im Kasseler Schloss Wilhelmshöhe ist nun erstmals das Gemälde "Vision des Ritters Tondalus" von einem nicht namentlich bekannten Nachfolger von Hieronymus Bosch zu sehen, das in den vergangenen Monaten dank privater Spenden aufwendig restauriert wurde.

Kassel. Die auf einer kleinen Holztafel dargestellte Höllenvision wird in der Galerie Alte Meister gezeigt.

Dass das Gemälde sehr dunkel gehalten sei, sei dem Thema geschuldet, sagte der Leiter der Galerie Alte Meister, Justus Lange, am Mittwoch. "Höllenthemen sind nicht so hell und freundlich." Es ergänze aber die bisherige Sammlung gut. Er sei froh über das Werk, da Gemälde von Bosch und dessen Nachfolgern rar gesät seien.

Die Tondalus-Geschichte war auch um 1500 noch sehr beliebt. Das knapp 500 Jahre alte Gemälde zeigt die Legende des Ritters, der einen Blick in die Hölle werfen durfte, sah, was sein Handeln für Auswirkungen hat und schließlich geläutert gottestreu weiterlebte.

Die Galerie Alte Meister im Schloss Wilhelmshöhe mit rund 500 Gemälden gilt als eine der bedeutendsten Sammlungen weltweit. Zu sehen sind viele Werke von Rubens, Van Dyck und Jordaens. Der Bestand an Rembrandt-Werken gehört zu den größten der Welt.

dpa

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