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Rentnerin vor Gericht: Bis zu zehn Straßenmusiker in Gartenhütte

Prozesse Rentnerin vor Gericht: Bis zu zehn Straßenmusiker in Gartenhütte

Eine Rentnerin soll ihre kleine Gartenhütte teuer an osteuropäische Straßenmusiker vermietet und sich dadurch die Rente aufgebessert haben. Deswegen steht die 73-Jährige seit Donnerstag vor dem Amtsgericht Frankfurt.

Frankfurt/Main. Die Anklage legt ihr Wucher zur Last. Für die Gartenlaube in Frankfurt-Bornheim kassierte die Frau pro Person demnach mindestens 100 Euro Miete monatlich, obwohl die Holzhütte weder über Strom noch über einen Wasseranschluss verfügte. Insgesamt soll sie rund 15 000 Euro kassiert haben. Nachdem Nachbarn wegen eines Hausfriedensbruchs die Polizei alarmiert hatten, entdeckten die Beamten im Mai vergangenen Jahres sechs Personen in der Hütte.

Am ersten Verhandlungstag verweigerte die Grundstückseigentümerin die Aussage. Ihr Verteidiger ließ erkennen, dass sie sich längere Zeit im Jahr in Serbien aufgehalten haben soll und deshalb die Mietzahlungen gar nicht entgegen genommen haben könnte. Das Gericht sah es schließlich als erforderlich an, mehrere Mieter in den Zeugenstand zu laden. Polizeibeamte hatten vor Gericht ausgesagt, dass die Hütte auch derzeit noch dauerhaft von Straßenmusikanten bewohnt werde. Auch das Ordnungsamt und andere Behörden hätten davon Kenntnis.

 

Der Prozess wird am kommenden Donnerstag fortgesetzt.

dpa

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