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Reicher Rentner ermordet: Vermögensberater schweigt zu Mordvorwürfen

Prozesse Reicher Rentner ermordet: Vermögensberater schweigt zu Mordvorwürfen

Weil er an das Erbe eines reichen Rentners aus Wiesbaden herankommen wollte, muss sich ein Vermögensberater seit Montag vor Gericht verantworten. Dem 39-Jährigen wird vorgeworfen, das 76 Jahre alte Opfer in seiner Wohnung niedergeschlagen und getötet zu haben.

Wiesbaden. Laut Anklage soll der Mann das Testament des allein stehenden Rentners gefälscht haben, um als Erbe an 500 000 Euro aus dem Nachlass zu gelangen. Zum Prozessauftakt am Landgericht Wiesbaden schwieg der 39-Jährige. In Vernehmungen vor dem Prozess hatte er die Mordvorwürfe bestritten.

Der 76-Jährige hatte nach Angaben des leitenden Ermittlers ein Bankvermögen von mehr als sechs Millionen Euro. Sein Grundstück in einem angesehenen Wiesbadener Stadtteil sei rund eine Million Euro wert. Die Leiche des alten Mannes wurde bis heute nicht gefunden. Die Polizei hatte auch auf einer Mülldeponie im rheinland-pfälzischen Singhofen (Rhein-Lahn-Kreis) nach dem Vermissten gesucht - ohne Erfolg. Auf die Spur des Angeklagten kam die Polizei nach Aussage des Ermittlers, weil der Mann den Hund des sehr zurückgezogen lebenden Rentners in einem Tierheim abgegeben hatte.

Bei seinen anschließenden Vernehmungen habe sich der Vermögensberater dann in Widersprüche verwickelt, sagte der Polizist. Auf dem Rechner des Angeklagten fanden die Ermittler Fotoaufnahmen von den Schweizer Konten des 76-Jährigen. Zudem seien kinder- und jugendpornografische Materialen sichergestellt worden. Deswegen werde gesondert ermittelt.

dpa

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