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Reformhaus-Magazin entschuldigt sich für schwulenfeindlichen Text

Medien Reformhaus-Magazin entschuldigt sich für schwulenfeindlichen Text

Nach öffentlichen Protesten über eine schwulenfeindliche Äußerung des Gesundheitsmagazins "Reform Rundschau" hat sich dessen Verlag bei seinen Lesern entschuldigt.

Oberursel. Die in dem Beitrag geäußerten Ansichten seien polemisch gewesen und hätten nicht veröffentlicht werden dürfen, teilte der Geschäftsführer der Vital Medien Gesellschaft, Frank Höpping, am Mittwoch in Oberursel (Hochtaunuskreis) mit.

Nach einem Bericht des Kölner Magazins "Queer" hatte ein Arzt aus dem osthessischen Gersfeld in der Novemberausgabe der Reformhaus-Zeitschrift Homosexualität als einen Verstoß gegen das "universelle Gesetz von Yin und Yang" bezeichnet.

Höpping kündigte an, persönlich die Verantwortung für den Fall zu übernehmen. Es sei weder seine Absicht noch die Absicht der Redaktion gewesen, Gefühle anderer Menschen zu verletzen oder Lebensweisen zu diskreditieren. Der Verband der Reformhäuser in Deutschland distanzierte sich von dem diffamierenden Text. Die Reformhausbranche sei "eine moderne, weltoffene Branche", teilte er laut "Queer" mit.

Die "Reform Rundschau" kürzte den Beitrag in ihrer Online-Ausgabe um die betreffenden Passagen. Wie viele Exemplare der ursprünglichen Druck-Version aber weiterhin in Reformhäusern in Deutschland verteilt werden, ist unklar. Der Autor selbst war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

dpa

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