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Rechtsanwalt und Notar wegen Kapitalanlagebetrugs angeklagt

Prozesse Rechtsanwalt und Notar wegen Kapitalanlagebetrugs angeklagt

Kapitalanlagebetrügereien in Millionenhöhe werden seit Donnerstag einem früheren Rechtsanwalt und Notar vor dem Landgericht Frankfurt zur Last gelegt. Der Anklage zufolge soll der 70 Jahre alte Jurist das Vertrauen seiner Mandanten dazu ausgenutzt haben, um an ihr Geld zu kommen.

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Kapitalanlagebetrug lautet die Angeklage.

Quelle: Friso Gentsch/Symbol

Frankfurt/Main. So habe er sechs Anlegern lukrative Zinsen für Geldanlagen in ein Immobilienunternehmen empfohlen, das Bauprojekte in Kanada verfolgt habe. Dem Ermittlungsergebnis zufolge war es dem Angeklagten zu diesem Zeitpunkt jedoch klar, dass die Firma bereits Insolvenz angemeldet hatten. Die Anleger machten rund 1,3 Millionen Euro Verlust.

Am ersten Verhandlungstag bestritt der Angeklagte betrügerische Absichten. Auch habe er die Anleger über mögliche Risiken aufgeklärt. Seine Zulassung zur Anwaltschaft hatte er bereits 2012 zurückgegeben, das Notariat wurde ebenfalls geschlossen.

Eine Zeugin berichtete, sie sei von dem Notar immer wieder vertröstet worden, als die versprochenen Zinszahlungen ausblieben. Die Angestellte verlor mehr als 100 000 Euro. Der Notar hatte zuvor für sie eine Erbschaftsangelegenheit geregelt, bei der sie das Geld erhielt. Die Wirtschaftsstrafkammer hat noch fünf weitere Verhandlungstermine anberaumt.

dpa

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