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Razzia gegen Scheinfirmen auf dem Bau: sechs Millionen Euro Schaden

Kriminalität Razzia gegen Scheinfirmen auf dem Bau: sechs Millionen Euro Schaden

Bei einer Razzia gegen Schwarzarbeit und organisierte Kriminalität auf dem Bau sind in Mittelhessen und im Rhein-Main-Gebiet zwei Dutzend Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht worden.

Frankfurt. Die mutmaßlichen Drahtzieher eines Schwarzarbeiter-Netzwerkes seien verhaftet worden, teilten die Staatsanwaltschaft Marburg und die Sonderkommission "ADRIA" des Zolls am Mittwoch mit.

Die Bande soll seit einigen Jahren als sogenannte Nachunternehmer Bauaufträge in Hessen mit Schwarzarbeitern ausgeführt haben. Sozialkassen und dem Fiskus sollen auf diesem Weg Sozialversicherungsbeiträge und Steuern in Höhe von bislang rund sechs Millionen Euro vorenthalten worden sein. Fingierte Zahlungen von Scheinfirmen sollten die Schwarzarbeit verdecken.

"Solche organisierten Strukturen der Schwarzarbeit beschäftigen die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls zunehmend", sagte Michael Bender, Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen.

Bereits vor zwei Jahren war der Finanzkontrolle eine Baufirma aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf aufgefallen, die mehrere Bauarbeiter nicht zur Sozialversicherung angemeldet hatte. Die Ermittler folgten der Spur und deckten laut Mitteilung die Machenschaften eines Familienclans ebenso auf wie ein Netzwerk von mindestens sechs Scheinfirmen.

Gegen die beiden 34 und 44 Jahre alten Geschäftsführer der Baufirma aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf und gegen den mutmaßlichen Strippenzieher der Scheinfirmen (39) aus dem Rhein-Main-Gebiet lagen Haftbefehle vor. Bei der Razzia wurden unter anderem Computer, Datenträger und Mobiltelefone beschlagnahmt.

dpa

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