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RMV schließt Einschränkungen bei Bussen und Bahnen für 2016 nicht aus

Verkehr RMV schließt Einschränkungen bei Bussen und Bahnen für 2016 nicht aus

Trotz steigender Fahrgastzahlen könnte es im Rhein-Main-Gebiet 2016 Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr geben. Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) schließt das nicht aus, wenn der Bund nicht mehr Geld für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zahlt.

Frankfurt/Main. Bisher seien den Ländern 7,3 Milliarden Euro sogenannter Regionalisierungsmittel zugesagt, benötigt würden aber nach Berechnungen der Länder 8,5 Milliarden Euro - nur, um das Angebot aufrechtzuerhalten.

"Wir reden über eine Milliarde (Euro) - für den Bund ist das nicht das Schwarze unter den Fingernägeln", sagte Ringat am Mittwoch in Frankfurt. Die politische Entscheidung über den ÖPNV liege nun bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Wenn es bei den 7,3 Milliarden Euro bleibe, würden dem RMV in den Jahren 2015 bis 2016 rund 64 Millionen Euro fehlen. Dabei seien gerade im Ballungsgebiet um Frankfurt Busse und Bahnen schon jetzt ausgelastet. 715 Millionen Fahrgäste seien 2014 befördert worden, acht Millionen mehr als im Jahr zuvor. Und auch in den kommenden Jahren werde Zuwachs erwartet. "Wir müssten eigentlich mehr Züge fahren", sagte Ringat.

Zum Ausgleich der fehlenden Mittel seien entweder überproportionale Preiserhöhungen oder Reduzierung des Angebots möglich - beides will der RMV aber nicht. Dass das Land die Finanzlücke schließt wie in Baden-Württemberg, hält Ringat nicht für den richtigen Weg: Der Bund müsse in der Verantwortung bleiben.

dpa

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