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Prozess wegen Totschlagsversuch bei Massenschlägerei

Prozesse Prozess wegen Totschlagsversuch bei Massenschlägerei

Nach einer Massenschlägerei mit mehreren Verletzten in einem Frankfurter Tanzlokal verhandelt das Landgericht Frankfurt seit Mittwoch zum zweiten Mal gegen einen 25 Jahre alten Mann.

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Eine Richterin sitzt hinter Gesetzbüchern.

Quelle: Uwe Anspach/Archiv

Frankfurt/Main. Ihm wird versuchter Totschlag zur Last gelegt. Laut Anklage soll er bei der Schlägerei im November 2013 einem Kontrahenten eine abgebrochene Glasflasche gegen den Hals gedrückt haben. Anschließend verletzte er einen anderen Gast mit einem Messer am Rücken.

Wegen beider Taten war der Angeklagte im vergangenen Jahr vom Landgericht zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. Die Revisionsrichter stießen sich daran, dass die Schwurgerichtskammer von einem bedingten Tötungsvorsatz ausgegangen war. Es könne auch nur eine gefährliche Körperverletzung und damit eine niedrigere Strafe in Betracht kommen.

Der Angeklagte will hingegen mit dem Vorfall überhaupt nichts zu tun gehabt haben. Er war jedoch von verschiedenen Zeugen bei den Gewalttaten beobachtet worden. Zu der Massenschlägerei kam es, nachdem mehrere Gäste in einen Handel mit minderwertigem Rauschgift verwickelt waren - "anschließend flogen die Bierflaschen quer durch das Lokal", hieß es in einer Vernehmung. Die Schwurgerichtskammer steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme bis Ende des Monats.

dpa

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